Der Brexit…

Kaum ein Thema schlägt in letzter Zeit so oft auf wie der Brexit. Der Austritt von Großbritannien aus der EU. Es wird viel berichtet, viel geredet und abgestimmt, aber letztendlich ist der Brexit eine „Neverending Story“. Was ich davon halte und wie es danach weiter geht seht ihr hier.

Am 31. Oktober endet die Frist für den Brexit. Danach beginnt zwar eine Übergangsfrist, die laut der Bundesregierung, Unternehmen und Verwaltungen die Möglichkeit geben soll sich auf die Folgen vorzubereiten. Diese Frist endet am 31. Dezember 2020. Trotzdem wird Ende Oktober das Vereinigte Königreich nicht mehr als EU-Staat angesehen, sondern als Drittstaat. Die Folgen sind bekannt. EU-Bürger und Bürgerinnen, die im Vereinigten Königreich arbeiten wollen, brauchen ein Visum. Zölle und Grenzkontrollen werden eingeführt bzw. verstärkt und somit der Außenhandel eingeschränkt.

Ich bin ein großer Fan, des Konzept der EU. Auch wenn die Umsetzung oftmals nicht optimal ist, haben wir mit der Europäischen Union, einer der besten historischen Entscheidungen, die jemals getroffen wurde. Freiheit, Frieden und offener Handel, sind nur wenige Vorteile der EU. Doch warum will Großbritannien austreten? Sie fühlen sich vernachlässigt und durch die EU ausgebremst und wollen deshalb komplett eigenständig ihr Land leiten. Die Abstimmung über den Breit wurde knapp gewonnen und dabei ist aufgefallen, dass gerade junge Briten für die EU gestimmt haben.

Theresa May und Boris Johnson haben sich dabei jedoch verzockt. Die Europäische Union ist ganz klar in einer besseren Position bei den Verhandlungen. Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen welches Druckmittel das Vereinigte Königreich gegenüber der EU hat. Natürlich verlieren wir ein starkes Land, das nicht nur einer der wichtigsten Börsenplätze hat, sondern auch viel Kultur in die Europäische Union gebracht hat. Aber letztendlich wird die EU weiter bestehen und dadurch auch nicht untergehen. Ganz im Gegensatz zu Großbritannien, die sich auf harte Zeiten einstellen müssen. Viele Unternehmen fliehen aus London, um Zölle und eine angeschlagene Wirtschaft zu vermeiden. Der Börsenplatz in London wird eventuell von der Hongkonger Börse aufgekauft und verliert somit an Bedeutung.

Das Verhalten der Engländer ist in meinen Augen lachhaft. Sie verhalten sich, als wären sie immer noch die größte Macht in Europa, während die anderen Länder sich zusammenschließen wollen sie wie immer eine „Extrawurst“. Neben der eigenen Währung und weniger Leistungen, die jeder EU-Staat leisten muss für zum Beispiel Militär oder Rettungspakete, wurden für sie verringert. Doch trotzdem sind sie nicht zufrieden. Sie wollen behandelt werden, wie sie früher behandelt worden sind. Das Problem daran ist, das Vereinigte Königreich spielt international kaum noch eine Rolle und ohne die Hilfe der Europäischen Union sowieso nicht.

Der Brexit wird der EU und dem Vereinigten Königreich viel kosten. Nicht nur Geld, sondern auch sehr viel Arbeit. Die Verwaltung eines derartigen Ereignisses, wird gerade England stark treffen und die Engländer werden damit lange zu kämpfen haben, während die EU wieder erstarkt. Das Verhalten der EU finde ich gut. Man wolle Großbritannien als Freund und Partner nicht verlieren, deswegen reicht man ihnen die Hand, doch mehr nicht. Ein Vertrag wurde ausgearbeitet, doch das britische Parlament war mal wieder nicht zufrieden. Der „harte Brexit“ wird letztendlich das Vereinigte Königreich nur schwächen und der Europäischen Union sehr viel Arbeit bringen. Wir sollten hoffen das ein Austritt aus der EU, eine Seltenheit bleibt.

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Fridays for Future…

„FFF“ Fridays for Future oder auf schwedisch: „Skolstreijk för klimatet“ dt. Schulstreik für das Klima, ist in aller Munde. Allen voran Greta Thunberg. Ihr Gesicht und ihre Worte sind auf allen Sendern und Seiten dieser Welt zu sehen. Sie hat sehr viele Anhänger und genauso viele Kritiker. Schüler und Studenten gehen am Freitag auf die Straße anstatt in die Schule bzw. Uni, um ein Zeichen zu setzen. Doch was ist dran an den Rettern der Welt?

Ich bin ein großer Fan, wenn es um öffentliche Bewegungen geht. Wenn Menschen auf die Straße gehen, um etwas zu bewirken und um Druck auf Politiker oder Organisationen ausüben. Das kann man nicht unterschätzen, sondern muss es ernst nehmen. Darüber haben wir bereits eine Kolumne erfasst: https://vpvdeutschland.com/2019/05/24/unsere-starkste-waffe/

Umwelt- und Klimaschutz ist eins der einfachsten und trotzdem schwierigsten Themen auf der Welt. Es kann so einfach sein. Weniger Plastik, weniger CO2 und generell weniger Konsum und schon haben wir die Erde mehr geschützt. Das hört sich einfach an und das ist es auch, doch was uns im Wege steht sind wir selbst. Lieber fahren wir mit unserem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen anstatt mit dem Fahrrad oder mit der Bahn. Kleine Taten bewirken zusammen große Erfolge. Doch in unserer Gesellschaft ist es schwer sich durchzusetzen, gerade in dem „Autoland Deutschland“. Wir sind so stolz auf unsere Autoindustrie, dass wir uns schlecht fühlen nicht unser Auto zu benutzen. Wir sind zu bequem, und das nicht nur in Deutschland, um etwas zu verändern. Der Kopf ist ein starker Gegner gegen den Umweltschutz, doch es gibt noch mehr.

Ich will nicht behaupten das jeder Politiker von einer Lobby kontrolliert und bestochen wird. Das Problem ist, das die Lobby das auch gar nicht nötig hat. Die großen Unternehmen haben uns alle in der Tasche. Sie werden zwar verurteilt und kritisiert, aber letztendlich steigen wir dann trotzdem in unser Auto. Wenn ein Politiker es wagen würde gegen diese so große und populäre Branche etwas zu unternehmen, steht er auf dem Abstellgleis. Die Menschen schieben in die „Grüne Schublade“ und er hat nur noch die Wählerschaft der Grünen hinter sich. Das ist im Grunde für einen Politiker nichts schlechtes, aber für die Wiederwahl kein gutes Zeichen. Aber was hat das alles mit „Fridays for Future“ zu tun? Nun ja, sobald es mehr Menschen gibt, die für Umwelt- und Klimaschutz auf die Straßen gehen und den Politikern und der Industrie den Kampf ansagen umso weniger Druck haben genau diese Unternehmen und Politiker. Durch diese Bewegung können wir großen Druck gegen Produkte, Unternehmen und Politiker ausüben und gleichzeitig den Druck der oben genannten „Gegnern“ untergehen lassen. Aber versteht mich nicht falsch, Autos, Flugzeuge und schädliche Industrie ist nicht das größte Problem. Sondern unser Verhalten. Es ist in Ordnung einmal im Jahr in den Urlaub zu fliegen. Oder bei schlechtem Wetter mit dem Auto zu fahren (Auch wenn die Bahn das bessere Mittel wäre). Das Stichwort ist Reduzieren und das in vielen Bereichen. Beim Einkaufen, beim Urlaub, im Verkehr und mit Energie- und Wasserverbrauch. Keiner muss Vegetarier werden, sondern nur in Maßen und mit Ökologischen Gewissen Gleich konsumieren.

Natürlich gibt es auch viele Kritiker und Gegner von „FFF“. Ein Beispiel Politiker und Politikerinnen. Sie kritisieren diese Bewegung nicht offen, sondern belächeln sie nur. „Das ist schön und gut was ihr macht, aber geht lieber in die Schule und lernt“. So oder so ähnlich äußerten sich viele Politiker zu den „Fridays for Future“. Es gibt keine Altersgrenze für Engagement und den Willen etwas zu verändern. Es ist zwar keine Kritik, jedoch etwas nicht ernst zu nehmen ist für mich unsachliche Kritik und von einem Politiker sollte man wenigstens eine sachliche Antwort erwarten können. Ein Streik, der über Wochen gehen würde, wäre natürlich etwas kritisch für die Bildung, gerade was Studenten oder 10-Klässer angeht, aber von so etwas sollte sich diese Bewegung nicht aufhalten lassen.

Viele sehen zwar den Sinn von „FFF“ und finden die Grundidee gut, haben aber Angst um ihr Geld, oder besser ausgedrückt um die Wirtschaft. Hier kann ich darauf verweisen, was ich im dritten Absatz geschrieben habe. Gewisse Unternehmen und Brachen sollten nicht abgeschafft werden nur reduziert. Natürlich sind viele Fluggesellschaften jetzt schon angeschlagen, aber man muss nur ein paar Schritte weiterdenken. Das Geld was der Staat für Umweltschutz aufwendet kann bei reduzierten Konsumverhalten, für Subventionen für solche Unternehmen genutzt werden. Nur zum Teil, selbst dann sollte der Staat Geld für Umwelt- und Klimaschutz bereitstellen. Aber dennoch, sind viele Airlines von angeschlagen auf Grund Billigpreise und hohen Kerosinpreisen. Nun ein bekannter Wirtschaftsgrundsatz: Die Nachfrage macht den Preis. Weniger Flüge, weniger Nachfrage und somit geringerer Preis. Die Fluggesellschaft verdient zwar weniger, aber muss weniger aufwenden und bekommt eventuell Unterstützung vom Staat. Ähnlich wie bei der Autoindustrie. Hier steht ganz klar die Angst im weg. Die Angst, von den Leuten, dass die Wirtschaft abschwächt und die Arbeitslosigkeit droht und so weiter. Berechtigt aber sollte dem Klimaschutz nicht im Wege stehen.

Letztendlich kann ich behaupten „Fridays for Future“ ist eine gute Sache und wird’s sich voraussichtlich noch vergrößern. Umso größer umso besser, da mehr Druck da ist. Aber ich möchte ganz klar sagen. Es geht nicht darum sich am Freitag auf die Straße zu stellen, sondern im Kopf das Denken umzustellen. Reduzieren ist die logische Konsequenz, die wir aus unserem starken Konsumverhalten der letzten Jahre ziehen müssen. Wir sind selbst dafür verantwortlich, aber es ist noch nicht zu spät.

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Warum wir das Grundgesetz vergessen…

Mit der Flüchtlingskrise kommen immer mehr Diskussionen, über Menschenwürde und Religionsfreiheit. Vielleicht nicht so direkt, jedoch lassen Debatten über Kopftuchverbote oder die Art wie Flüchtlinge oftmals in „Flüchtlingslager“ behandelt werden langsam darauf schließen.

Immer wieder rückt die AfD mit ihren Forderungen über Kopftuchverboten ins Rampenlicht. Es ist nichts neues das diese Partei durch radikale und bizarre Forderungen die Medien aufhetzen, doch die Altparteien ziehen nach. Sie fordern das Mädchen sich in Schulen und Kitas nicht mehr mit Kopftuch zeigen dürfen. Doch warum? Die SPD fordert ein Verbot für Kopftücher aus pädagogischen Gründen. Die Mädchen können sich nicht eingliedern und nicht in eine Klasse integrieren. Doch soll ein Verbot da helfen. Natürlich geht es in den Schulen richtig zu. Mobbing ist ein großes Thema, doch wir unterschätzen die Jugendliche von heute. Die Jungen Menschen werden immer linker erzogen und entwickeln sich auch ohne Einfluss der Eltern so. Das Mobbing bezieht sich immer weniger auf das Aussehen bzw. den „Style“ eines Schülers oder Schülerin. Sie werden nicht mehr gemobbt, weil sie nicht die teuersten Schuhe haben. Natürlich gibt es leider noch ausnahmen, doch in der Schule wird man gehänselt aufgrund seines Verhaltens und immer weniger wegen des Aussehens. Es ist ein verdammt gefährlicher Weg sich gegen das Grundgesetz zu stellen. Erinnern wir uns nicht mehr daran, nach welcher Zeit in Deutschland das Grundgesetz entworfen wurde? Extremer Antisemitismus und Gewalt gegen Minderheiten waren nur ein paar Gründe dafür. Und gegen dieses Grundgesetzt wettern nun die großen Politiker in Deutschland? Währenddessen haben sie trotzdem Angst vor einem Rechtsruck in Deutschland und Europa. Die Mädchen dürfen sich kleiden wie sie wollen. Keiner sollte gezwungen werden eine Religion auszuleben, nur weil es seine oder ihre Eltern es so wollen. Doch ein generelles Kopftuchverbot ist absolut nicht vertretbar. Das Grundgesetz zu achten und zu schützen sollte an oberster Stelle jedes Politiker sein. Doch anscheinend interessieren das viele Parteien nicht mehr. Sie wollen lieber die Aufmerksamkeit für die nächste Wahl. Komplette Vermummung ist natürlich schwierig, denn das verletzt auch das Vermummungsgesetz. Doch daran sollte man an einer anderen Stelle arbeiten. Unsere Bürokratie lässt eben nicht zu schnell Personen, die flüchten zu erfassen und legitimieren. Doch wenn wir das in den Griff bekommen, dann ist das auch kaum noch ein Problem.

Das Grundgesetz achten und beschützen. So sollten wir unsere politischen Debatten führen und nicht wegen Medienaufmerksamkeit. Religionsfreiheit und Menschenwürde ist wichtiger den je und vielleicht sollten wir uns in Erinnerung führen warum diese Gesetze verabschiedet wurden. Es gibt momentan viele wichtige Entscheidungen, die unsere Politiker treffen müssen. Also sollten sie nicht ihre Zeit damit verschwenden gegen das Grundgesetz zu wettern.