Hauptsache Extrem…

Vor ein paar Jahren hieß es noch: „Die Jugendlichen von heute, die interessieren sich kaum noch für Politik!“ Doch das änderte sich ziemlich rasant. Jedoch nicht ganz nach den Vorstellungen der „Altparteien“. Radikale Gruppen in Deutschland bekommen immer mehr Zulauf. Im Internet werden Seiten, die sich für ein Radikales Deutschland aussprechen, immer beliebter. Egal ob Rechtsradikale Gruppen, die Hetze gegen alles und jenes betreiben oder die Radikalen Linken, die vor zwei Jahren in Hamburg, die komplette Stadt durch einander gebracht haben.

Während die sog. „Rechteszene“ immer für große mediale Aufregung sorgt, werden „Linken“ oft unterschätzt und ignoriert. Doch was ist die richtige politische Richtung? Auch wenn Bürger mit einer eher „Rechten“ Einstellung oftmals in der Gesellschaft verachtet werden, bringen auch Linksradikale ab und zu die Medien zum Brodeln. Doch was sagt das über unser politisches Leitbild in Deutschland aus? Ganz einfach: Die wenigen Jungen Leute in Deutschland, die sich für Politik interessieren, werden förmlich gezwungen in die Extreme zu gehen. Sie lassen sich treiben in Radikalen Szenen wie die ANTIFA (Antifaschistische Bewegung) oder die NPD (Nationaldemokratische Partei Deutschlands). Während Rechtsradikale Gruppen oftmals für ihre Gewaltbereitschaft kritisiert werden, sind die Gewalttaten der Linksradikalen oftmals kaum relevant. Die Ausschreitungen des G20-Gipfels in Hamburg waren zwar kaum zu übersehen, jedoch sind diese schon lang wieder vergessen. Ein Chaos in einem Ausmaß, das Deutschland so schon lange nicht mehr erlebte. Ist deshalb eine Rechtsradikale-Ausrichtung besser? Auf keinen Fall.

Das Problem ist nicht Rechts oder Links, sondern das Extrem bzw. Radikal. Seine Meinung zu äußern, sollte in einem so freien und modernen Land wie Deutschland kein Problem sein. Das Problem ist die Gewalt, die von den verschiedenen Gruppen ausgeht. Dabei ist es egal ob es verbale- oder nonverbale Gewalt im Vordergrund steht. Keiner sollte sich schämen bzw. verstecken, für das was sein politisches Bild ist. Legitim sollte es auch sein andere davon zu überzeugen. Für was dürfen die Abgeordneten im Bundestag sonst ihre Reden halten. Jedoch ist Gewalt kein Mittel dafür und das bei keiner der beiden „Seiten“.

Im Grundgesetz ist die Meinungsfreiheit zwar eindeutig geregelt, jedoch ist es der Gesellschaftliche Druck, der den Bürgern Angst macht. Sobald jemand nicht mit jedem Punkt der Flüchtlingspolitik zustimmt, wird dieser direkt in die sog. „Rechteecke“ gestellt. Das Wort „Nazi“ fällt dabei natürlich auch. Im heutigen gebrauch ist das Wort „Nazi“ kaum noch eine Beleidigung, sondern mehr ein Modewort. Alles und jeder wird mit diesem Wort betitelt und die eigentlichen Schreckenstaten der Nationalsozialisten rücken so immer mehr in den Hintergrund.

Die Demokratie sollte auf Kommunikation aufgebaut sein. Die extremen Forderungen der radikalen Gruppen nicht tolerieren und unterstützen. Die Argumente und Begründungen beider Seiten betrachten, anstatt sich wegen seinem Stolz nicht mit anderen einzulassen. Die Demokratie sollte den Mittelweg finden. Das beste der beiden Lager herausnehmen und so ein politisches Leitbild bilden, dass kein Platz für das extreme hat. Es sollte selbstverständlich sein, dass ein Land Flüchtlingen in Not hilft, aber sollte es deswegen unkontrolliert jeden hereinlassen? Auch wenn nicht alle Flüchtlinge friedlich sind, sollte man deshalb Asylheime anzünden? Natürlich nicht.

Wie sollten sich also Politiker und Bürger verhalten?

Jeder sollte sich informieren, über das was er vertritt. Niemand sollte sich schämen, für das was er vertritt.  Jedoch sollte jeder darauf achten, dass keine Gewalt, in jeglicher Form, vertreten wird. Andere tolerieren und respektieren, sollte das oberste Gebot sein.

Politiker sollten sich der Verantwortung bewusst sein, denn sie arbeiten für das deutsche Volk. Nicht jede Idee, die von einem anderen Lager kommt, sollte direkt abgelehnt werden und belächelt werden. Die Politiker müssen offener werden, zum Wohle Deutschlands und dessen Einwohner.

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